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VMEA 2017

V-Modell® XT ErfahrungsAustausch

Abstracts



Ralf Kneuper
Prof. Dr. Kneuper, Ralf
Internationale Hochschule Bad Honnef · Bonn (IUBH)

Eine kleine Geschichte des V-Modells

Das V-Modell, im Sinne eines V-förmigen Vorgehensmodells, wurde zuerst 1979 von Boehm beschrieben als Darstellung eines linearen Vorgehens mit besonderer Betonung der Validation und Verifikation der Ergebnisse. Etwa zehn Jahre später begann in Deutschland die Arbeit an einem V-Modell des Bundes, das mittlerweile durch mehrere Versionen gegangen ist.

Dieser Vortrag beginnt mit einer Erläuterung der verschiedenen Bedeutungen des Begriffs V-Modells, und gibt anschließend einen Überblick über die Entwicklung vom V-förmigen Vorgehensmodell zum V-Modell des Bundes vor dem Hintergrund der Entwicklung des Software Engineering allgemein. Dies umfasst die grundsätzlichen Ideen, die hinter den verschiedenen Versionen standen, und die wesentlichen Änderungen von Version zu Version bis hin zum aktuellen Release 2.1 des V-Modells XT.

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Daniel Draws
Daniel Draws & Michael Jakobs
SQS AG

Ganzheitlich effektiv abnehmen

Projektorganisationen erfahren durch das V-Modell XT effektiv Unterstützung im Aufbau und Betrieb ihrer Projektorganisation. Insbesondere bei der Definition: „WER“ „WANN“ „WAS“ bearbeitet.

Relativ offen bleibt aber insbesondere bei techniknahen Fragestellungen das „WIE“. Eine valide effektive und effiziente Vorgehensweise zu definieren und umzusetzen ist also für jedes Projekt eine herausfordernde Aufgabe.

Der von uns vorgeschlagene Ansatz hat das Ziel, einen Satz an Methoden und Werkzeugen zu definieren, der in jedem Projekt wiederverwendet werden kann. Die Vorgehensweise besteht vereinfacht aus 4 kontinuierlich durchgeführten Schritten:

1. Definition eines harmonisierten Qualitätsbegriffs
2. Definition eines validen Qualitätsmodells auf Basis der spezifischen Anforderungen an den Entwicklungsgegenstand
3. Implementierung effektiver und effizienter Messmethoden
4. Messung und Optimierung des Prozesses
Die Verwendung eines harmonisierten Qualitätsbegriffs trägt dazu bei, dass alle Aspekte eines Softwareproduktes bei dessen Bewertung berücksichtigt werden und bewusst Qualitätsaspekte ausgeblendet werden können.

Zur Messung der Qualität eines Softwareproduktes werden bidirektionale Qualitätsmodelle angewendet und miteinander verwoben. Aus der Kombination der verschiedenen bidirektionalen Qualitätsmodelle in einem holistischen Qualitätsmodell entsteht eine ganzheitliche Sicht auf den Zustand des Produktes. Die Verwendung automatisierter Analysemethoden ist die Grundlage, um die Abnahme in einem begrenzten Zeitraum effektiv und effizient durchführen zu können. Zum Beispiel kann nur mit einem vollautomatisierten und kontinuierlich durchgeführten fachlichen Test ein hoher Grad an Anforderungsüberdeckung gewährleistet werden. Mit dem Zusammenspiel diverser Analysemethode steht dem Projekt ein Mittel zur Verfügung, die Qualität des Softwareproduktes zum steuernden Element eines Projektes zu machen.

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Dr. Gerolf Ziegenhain
Dr. Gerolf Ziegenhain
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

Einführung eines strukturierten Entwicklungsprozesses - Rückblick auf einen erfolgreichen Turnaround


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Thomas Zehler
Thomas Zehler
Fraunhofer IESE

Die neue Projektmanagement-Methodik am BAAINBw im Vergleich zum Modell XT Bw 1.4

Bei der umfassenden Bestandsaufnahme und Risikoanalyse ausgewählter Rüstungsprojekte wurden im Jahr 2014 durch die Unternehmensberatung KPMG, die Ingenieurgesellschaft P3 und die Kanzlei Taylor Wessing Defizite im Bereich des Projektmanagements (PM) am Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) festgestellt. Zu deren Beseitigung wurde im Rahmen der Agenda Rüstung das Projekt Rüstungsmanagement initiiert. Eines der darin verorteten Teilprojekte hatte zur Aufgabe, die Steuerungsfähigkeit auf der Projektebene zu stärken und eine Informationsplattform für das PM des BAAINBw zu schaffen, um damit eine Standardisierung zu fördern, die Handlungssicherheit zu stärken und die Qualität des PM zu verbessern. Das erarbeitete und elektronisch verfügbar gemachte PM-Handbuch stellt einen Leitfaden für die Projektarbeit im BAAINBw dar und detailliert die Aufgaben des PM. Es zielt darauf ab, den Projektmitarbeitern die notwendige Methodenkompetenz zu vermitteln und das notwendige Handwerkzeug in Form von Handlungsleitfäden, Methoden und Vorlagen an zentraler Stelle zur Verfügung zu stellen. Neben bekannten PM-Standards wie dem PMBOK, der ISO 21500 und der DIN 69901 orientierte man sich bei der Erarbeitung auch am V-Modell XT Bw 1.4 und der S-O-S-Methode des BVA. Der Vortrag motiviert die Notwendigkeit der Veränderung im PM-Vorgehen am BAAINBw und geht auf den Ansatz zu Ausgestaltung der neuen Vorgehensweise vor dem Hintergrund der bundeswehrspezifischen Vorgaben des CPM (nov.) ein. Darüber hinaus wird der Aufbau des PM-Handbuchs in Gestalt der definierten Komponenten, Prozesse und Aktivitäten und des verwendeten Rollenmodells exemplarisch vorgestellt und auf die durchgeführte Evaluierung in ausgewählten Pilotprojekten Bezug genommen. Ein Mapping der Aktivitäten, Sub-Aktivitäten und etablierten Rollen der verschiedenen Disziplinen des V-Modell XT Bw 1.4 mit der neu definierten PM-Methodik am BAAINBw zeigt abschließend auf, dass ein hoher Kompatibilitätsgrad zwischen beiden existiert.

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Daniel Fiebig
Daniel Fiebig
Technische Universität Clausthal – Institut für Informatik
Abteilung: Software Systems Engineering (Student)

TOPWATER - Ein flexibler Importer für verschiedene Prozessbeschreibungsstandards - und mehr

In diesem Vortrag wird das ZIM geförderte Projekt TOPWATER vorgestellt und praktisch demonstiert. Der Begriff TOPWATER ist ein Akronym und heißt Entwicklung einer ontologiebasierten Software zur integrierten Prozess- und Werkzeugkettenplanung und –validierung für die Automotivesoftwareentwicklung. Ziel des Projektes ist es eine Modellierungssoftware zu entwickeln, mit der die Modellierung von Prozessketten, Werkzeugketten und zu berücksichtigenden Sicherheitsstandard (z.B. ISO26262) in einem Schritt vorgenommen, bzw. verschiedene bestehende Werkzeug- und Prozessketten (z.B. V-Modell XT, MS Visio oder AutoFocus Modelle) integriert werden können. Die Software soll bei der Prozessplanung und –qualifikation zu Effizienzgewinnen führen, da die identischen Teile zwischen Prozess und Werkzeugkette nicht wie bisher zweimal, sondern nur einmal modelliert werden müssten und darüber hinaus die Compliance mit geltenden Sicherheitsnormen bereits bei der Prozessplanung prospektiv erfasst werden kann und durch die automatische Erstellung erforderlicher Sicherheitsreports verifiziert werden kann. Mit dieser Modellierungssoftware soll der Aufwand bei der Planung von Automotive Softwareprojekten, der Risikoanalyse und der Qualifikation der eingesetzten Tools entlang der verschiedenen Prozessketten deutlich verringert werden. Dazu wurde der Ansatz der ontologiebasierten Modellierung verfolgt, der den Vorteil hat, dass beim Vergleich und der Integration verschiedener Modelle die semantische Ebene besser als bei existierenden Ansätzen berücksichtigt werden kann.

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Arne Schneikart
Arne Schneikart
ITZBund

Das V-Modell XT im ITZBund und in der Bundesverwaltung



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Joachim Schramm
Joachim Schramm
Technische Universität Clausthal – Institut für Informatik – Abteilung Software Systems Engineering

Das neue V-Modell XT 2.1 - Neuerungen und Ausblick

Im Mai 2017 wurde das neue Release 2.1 des V-Modell® XT veröffentlicht. In diesem Vortrag werden die umgesetzten Änderungen im Release 2.1 und der aktuelle Planungstand für das Release 2.2 vorgestellt.

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Diskussionsrunde
Der Auftraggeber und das V-Modell - eine Praxiseinschätzung



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Stand 10.09.17